Sperber in Düsseldorf

Sperber mit Taube

Tiere in Düsseldorf

Vögel
a) Tauben
Auch die Hauptstadt von Nordrhein-Westfalen hat ein reiches Tierleben aufzuweisen. Wir wollen hier nicht von den unvermeidlichen Tauben sprechen und auch nicht von den zahlreichen Enten und Gänsen, die von unverbesserlichen „Tierfreunden“ gefüttert werden: Nicht unbedingt zum Vorteil der Umwelt, schließlich locken Futterreste Ratten an und der trockene Kot – eine Taube soll etwa 15 Kilogramm Kot im Jahr „produzieren“ - verbreitet unkontrolliert Bakterien und Viren. Eine Bratwurstimbiss in der Altstadt musste schließen, weil Tauben in sein Lokal hereinspazierten, während das Ordnungsamt in der Nähe war und eine Bäckerei musste seine gesamten Backwaren mittags gegen 12 Uhr entsorgen, weil eine Taube in die Bäckerei geflogen kam. Tauben, die im Park auf den Wiesen nach Nahrung suchen sind sympathisch, Taubenmassen in der Großstadt doch wohl eher weniger.

b) Enten, Schwäne und Gänse
Was für Tauben gilt, das gilt auch für Enten, Schwäne und Gänse. Sie werden gefüttert, der Bestand ist viel zu groß. Auf dem recht großen Fuschlsee in Österreich (2,7 Quadratkilometer groß) schwimmen nicht halb soviel Enten wie auf einem kleinen Weiher im Hofgarten,das lockt Ungeziefer an (s.o.) und auch der Gewässerqualität tut es nicht gut, wenn große Mengen Kot ins Gewässer kommt, es ist schon vorgekommen, dass aus dem Grund Teiche, wie zum Beispiel der Volksgartenweiher in Bilk, im Hochsommer umgekippte sind und große Mengen Zander, Aale, Hechte, Barsch, Rotaugen, Karpfen und Schleien qualvoll verendet sind. Sind Fische keine schützenswerten Tiere?

c) Raben, Pagageien, Bussarde, Sperber, Fischreiher Seit vielen Jahren ist die Gattung der Rabenvögel in Düsseldorf stark vertreten. Während früher meist nur Elstern zu sehen waren, treten seit einigen Jahren immer mehr Dohlen und Rabenkrähen auf.
Fischreiher im Südpark

Fischreiher


Während die Dohlen an ihren hellen Köpfen gut zu erkennen sind, ist es bei der Rabenkrähe der pechschwarze Schnabel. Außerdem ist die Rabenkrähe deutlich größer als Dohle und Elster. Die Exotischsten Vertreter der Gattung der Vögel sind die Halsbandsittiche. Aus Köln kommend, wo einige Exemplare schon vor Jahrzehnten aus der Gefangenschaft ausgebüchst sind, haben sie sich das ganze obere Rheinland ausgebreitet. Sie brüten hier in Platanen, Bäumen, die aus Amerika stammen und in denen keine einheimischen Vögel brüten. Da die Halsbandsittiche genügend Nahrung finden, überstehen sie die milden Winter des Rheinlands ohne Probleme.

Fische in Düsseldorf
Im düsseldorfer Stadtgebiet sind Zander, Aale, Hechte, Barsch, Rotaugen, Rotfedern, Brassen, Karpfen und Schleien zu finden. Dies sind übrigens schon die häufigsten Fischarten in den Düsseldorfer Seen und Teichen. Im Rhein sind dann noch Welse, Lachse, Meerforellen, Rapfen und auch Flundern zu finden.
Amphibien
Amphibien sind am ehesten am Stadtrand zu finden. Eine Plage sind die Ochsenfrösche, die aus Amerika eingeschleppt wurden, zwischen zwei und drei Kilogramm schwer werden und die alles fressen was ihnen in den Weg kommt, zum Beispiel einheimische Kröten, Frösche, Molche, Fische, aber auch kleine Enten und andere Jungvögel.

Säugetiere in Düsseldorf
Leider gibt es auch in Düsseldorf zahlreiche Ratten, meist Wanderratten, aber auch vereinzelt Hausratten. Hausratten sind inzwischen so selten, dass sie unter Naturschutz stehen.
Auch an Mäusen herrscht kein Mangel, aber solange sie sich in freier Natur aufhalten stören sie meist nicht weiter.
Wie auch andere europäische Großstädte ist auch Düsseldorf von verschiedenen Säugetierearten dauerhaft besiedelt worden. In Düsseldorf leben etwa 100 Füchse, damit es nicht mehr werden, werden jedes Jahr einige eingefangen oder geschossen. Auch ein Waschbär ist vor einigen Jahren gesehen worden, ob es ein größeren Bestand gibt, konnte ich nicht recherchieren.
Recht unbeliebt sind Marder, vor allem wenn sie sich auf Dachböden einquartieren und nachts viel Lärm veranstalten.